Osteuropa, Risiken und Prophylaxeempfehlungen

GUS-Staaten, Rumänien, Bulgarien, Polen

Cholera

Häufigkeit:Relativ selten, weltweit ca. 400.000 Fälle pro Jahr.
Verlauf:Plötzliches Erbrechen und schwerste wässerige Durchfälle, Gefahr besteht durch große Wasser- und Elektrolytverluste.
Prognose:Bei schneller und richtiger Behandlung gut (Letalität < 1 %). Ohne Behandlung Letalität 50 % und mehr.
Übertragung:"Food and water bourn", besonders rohe Meerestiere.
Inkubationszeit:Einige Stunden bis maximal 5 Tage.
Therapie:Sofortiger Flüssigkeits- und Elektrolytersatz, Antibiotika.
Impfung:

Schluckimpfung zweimalig (Kinder <6 J. dreimalig), Schutzdauer 2 Jahre.
Bietet außerdem für 3-6 Monate Schutz gegen ETEC (häufigste bakterielle Ursache für "Reisediarrhöen")

Diphtherie

Häufigkeit:Vor 1990 selten, seither häufig in Osteuropa
Verlauf:Entzündung der oberen Luftwege mit Erstickungsgefahr, in Folge Herzentzündung und Lähmung möglich
Prognose:Bei rechtzeitiger Behandlung gut, ohne Behandlung oft sehr schlecht.
Übertragung:Tröpfcheninfektion (z.B. an Bord von Verkehrsflugzeugen möglich)
Inkubationszeit:1-7 Tage
Therapie:Antitoxisches Heilserum; Antibiotika sind nutzlos!
Impfung:Grundimmunisierung mit 3 Teilimpfungen, Auffrischung alle 5-10 Jahre (mit Tetanus und Pertussis).

Pertussis

Häufigkeit:2 % der ungeschützten Personen pro Jahr in Österreich.
Verlauf:Hustenanfälle mit keuchender Inspiration bei Kindern, bei Erw. Hustenanfälle mit einer Krankheitsdauer von >28 Tagen.
Prognose:Für Kinder bis 6 Monate akut lebensbedrohlich.
Übertragung:Tröpfcheninfektion
Inkubationszeit:5-21 Tage.
Therapie:Antibiotika, nur wirksam innerhalb der ersten Krankheitswoche.
Impfung:Nur in Kombination mit Diphtherie/Tetanus/(Polio) erhältlich.

Hepatitis A

Häufigkeit:In Industrieländern selten, in sozioökonomisch unterentwickelten Ländern enormes Infektionsrisiko.
Verlauf:Gelbsucht, oft mehrere Wochen Krankheitsdauer.
Prognose:Gut, heilt völlig aus.
Übertragung:Nahrung und Getränke (besonders durch rohes Seafood).
Inkubationszeit:2-6 Wochen.
Therapie:Keine ursächliche Behandlung möglich.
Impfung:Aktive Impfung (2 Impfungen, langfristiger Schutz); oder aktive Kombination mit Hepatitis B (3 Impfungen).

Hepatitis B

Häufigkeit:In sozioökonomisch unterentwickelten Ländern häufig.
Verlauf:Gelbsucht unterschiedlicher Schwere, oft mehrere Wochen Krankheitsdauer.
Prognose:Nicht selten Übergang in chronische Hepatitis. Nach Jahren bis Jahrzehnten Leberzirrhose und Leberkrebs als Spätfolge.
Übertragung:Geschlechtsverkehr, Stiche von Bettwanzen (fraglich), ärztliche Eingriffe.
Inkubationszeit:6 Wochen bis 6 Monate.
Therapie:Möglich bei chronischer Hepatitis B, Erfolgsaussichten jedoch gering.
Impfung:Aktive Impfung (individuell lange Schutzdauer, daher Titerkontrolle sinnvoll), aktive Kombination mit Hepatitis A.

Poliomyelitis

Häufigkeit:1994 schon weniger als 10.000 Fälle weltweit. Ausrottung war bis zum Jahr 2000 vorgesehen, gelang nicht. Derzeit wieder steigende Zahlen!
Verlauf:Beginnt wie Sommergrippe und führt innerhalb von 1-2 Wochen zu schlaffen Lähmungen einer oder mehrerer Gliedmaßen.
Prognose:Je älter der Kranke, desto schwerer der Verlauf. Todesrate je nach Alter bis zu 30 %.
Übertragung:Infektion durch Trinkwasser
Inkubationszeit:1-2 Wochen
Therapie:keine ursächliche Behandlung möglich.
Impfung:früher Schluckimpfung in den Wintermonaten (10 Jahre Schutz) mittlerweile OBSOLET
jetzt: Injektionsimpfung ganzjährig (10 Jahre Schutz).

Tetanus

Häufigkeit:In Industrieländern selten, in sozioökonomisch unterentwickelten Ländern häufiger.
Verlauf:Schluckbeschwerden, Grimassen, später qualvolle Krampfanfälle.
Prognose:Schlecht, mehr als ein Drittel der Betroffenen stirbt
Übertragung:Wundinfektio
Inkubationszeit:Tage bis Wochen
Therapie:Antitoxin, medikamentöse Krampfunterdrückung, künstliche Beatmung
Impfung:dreimalig zur Grundimmunisierung, Auffrischung alle 5-10 Jahre (kombiniert mit Diphtherie und Pertussis=Keuchhusten). Lokalreaktionen.

Tollwut

Aktueller Artikel: Tollwut und Fernreisen

Häufigkeit:Ca. 60.000 Fälle weltweit, davon 95 % in Asien; z.B. Indien 28/1Mio/Jahr
Verlauf:Hirn- und Rückenmarksentzündung mit unterschiedlicher neurologischer Symptomatik (stille oder rasende Wut)
Prognose:Ausnahmslos tödlich endende Erkrankung
Übertragung:Vorwiegend durch den Biß streunender Hunde
Inkubationszeit:Abhänig v.Lokalisation u. Ausmaß d. Bißverletzung Tage bis Monate
Therapie:Keine ursächliche Behandlung möglich.
Impfung:3 Teilimpfungen vor Reiseantritt (Tage 0/7/21-28) bieten 2 Jahre Schutz; danach jederzeit Auffrischung möglich (Schutz mind. 3 Jahre, meist viel länger); Schnellschema: 0-3-7 (Tage), Auffrischung nach 1 Jahr

Typhus

Häufigkeit:Außerordentlich häufig (35 Mio. Erkrankungen pro Jahr weltweit mit 1 Mio. Todesfälle).
Verlauf:Hoch fieberhaft mit Verwirrtheit, Ende der 2. Krankheitswoche Durchfall, ev.Darmblutungen oder Bauchfellentzündung.
Prognose:Bei rechtzeitiger Behandlung gut.
Übertragung:Nahrungsmittel, Getränke.
Inkubationszeit:0-10 Tage.
Therapie:Antibiotika (zunehmend Resistenzprobleme).
Impfung:Injektion ist der Schluckimpfung vorzuziehen, Beginn des Schutzes 1-2 Wochen nach Impfung, Schutzdauer 3 Jahre.

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