Medizinische Reisetipps

Sind Impfungen vorgeschrieben?
Es gibt wenige Länder, die eine Impfung für die Einreise zwingend vorschreiben, nämlich dann wenn sich das Land dadurch vor Einschleppung und Verbreitung von Infektionskrankheiten schützen will. Dies betrifft heute nur mehr die Gelbfieber-Impfung und die Meningokokken Meningitis-Impfung (Saudi-Arabien).

Welche Impfungen sind "nötig"?
Jeder Reisende in sozioökonomisch unterentwickelte Länder sollte folgende "Grundausstattung" haben: Typhus, Hepatitis A+B, Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung. Wenn auch Kinderlähmung bereits in vielen Teilen der Erde ausgerottet wurde, so darf nicht aufgehört werden, zu impfen. Reisende aus Asien oder Afrika könnten das Virus unter Ungeimpften wieder verbreiten.

Weiters ist es wichtig, Informationen über genaue Reiseroute und Reisestil zu erhalten, um dem Globetrotter über weitere Risiken aufklären zu können. Plant man eine Geschäftsreise, einen Badeurlaub, handelt es sich um Pauschaltouristen, Individualtouristen, Rucksacktouristen? Nicht jeder, der nach Afrika reist, muß wochenlang Tabletten gegen Malaria einnehmen.

Ist es sinnvoll sich impfen zu lassen?
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, reiselustige Menschen über Infektionsrisiken und deren Vorbeugung aufzuklären. Nach Quellen der WHO bzw. der jeweils aktuellen epidemiologischen Situation eines Landes oder Gebietes geben unsere Ärzte Impfempfehlungen und Richtlinien zur Malariaprophylaxe. Die Entscheidung welche Impfungen durchgeführt werden liegt dann bei Ihnen.


Maßnahmen, um das Gesundheitsrisiko während Ihrer Fernreise so gering wie möglich zu halten.

 

1.NAHRUNGSMITTELHYGIENE

Beachten Sie bitte folgende Grundregeln: Vermeiden Sie das Trinken von Leitungswasser, vermeiden Sie Eiswürfel oder Eiscrèmes, ferner so weit wie möglich Salate bzw. rohe Gemüseprodukte, ungeschälte Früchte und rohe Fisch- oder Fleischspeisen. Die genannten Nahrungsmittel sind vielfach in tropischen Ländern hygienisch nicht einwandfrei und können daher Infektionserreger auf Sie übertragen. Klares Wasser kann durch kurzes Kochen (10 Min.), trübes Wasser durch Filtration und Kochen frei von Krankheitserregern gemacht werden. Als Alternative bieten sich industriell aufbereitetes, in originalverschlossenen Flaschen geliefertes Trinkwasser, sowie alle "Softdrinks" mit unversehrtem Verschluß an.

 

2. INSEKTENSCHUTZ

Einige wichtige Infektionskrankheiten in den Tropen werden durch Stechmücken oder andere Gliederfüßler übertragen. Beachten Sie bitte folgende Regeln: Da während der Dämmerungszeit die meisten Stechmücken ihre Hauptaktivität zeigen, sollten Sie sich um diese Tageszeit vor Stichen durch das Tragen langärmeliger Blusen bzw. Hemden und langer Hosen schützen, ebenso eignet sich sich die Verwendung von Repellentien (mückenabwehrende, auf die Haut aufgetragene Lotionen), wobei hier NOBITE-Präparate (die sowohl als Imprägnierungsspray für Kleidung, als auch als Lotion erhältlich sindt) besonders langanhaltenden Schutz bieten. Auch das Schlafen in vollklimatisierten Räumen bedeutet eine beträchtliche Verminderung des Risikos von Insektenstichen. Wenn Sie vorhaben, im Freien zu campieren oder Safaris zu unternehmen, ist die Mitnahme eines Mosquitonetzes eine durchaus sinnvolle Maßnahme.

 

3. SEXUELL ÜBERTRAGBARE ERKRANKUNGEN:

Eine Reihe von Infektionskrankheiten können (auch) durch Sexualkontakt übertragen werden. Es sind dies vor allem AIDS, Hepatitis B, Gonorrhoe und Lues. Der Schutz vor diesen Infektionskrankheiten obliegt einzig und allein dem Verantwortungsbewußtsein des Reisenden. Einen Schutz vor derartigen Infektionen bietet die Verwendung von Kondomen. Es wird allerdings dringend empfohlen, sich mit heimischen Qualtitätsprodukten einzudecken; der Markt im Reiseland weist oft Angebote minderer Qualität auf. Die Sicherheit ist dann nicht sehr groß.

 

4. REISEAPOTHEKE - ALLGEMEINE RICHTLINIEN:

Es ist sinnvoll, sich einige Medikamente auf die Reise mitzunehmen. Hierzu gehören: Mittel gegen Durchfall oder Verstopfung, Mittel gegen Reisekrankheit, fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente, eventuell (bei starken Zeitverschiebungen) eine mildes Schlafmittel sowie Salben zur Behandlung von Hautaffektionen wie Sonnenbrand, Allergie, juckenden Insektenstichen. Die Mitnahme eines Antibiotikums ist nur dann zu empfehlen, wenn sich der Reisende fernab jeglicher medizinischer Versorgung bewegen wird. Die Mitnahme von sterilem Einmalbesteck (Spritzen und Nadeln) ist ein zweischneidiges Schwert. Bei Grenzübertritt in manche Staaten, die mit dem Drogenproblem zu kämpfen haben, kann das Auffinden von Spritzen und Nadeln im Reisegepäck eine intensive und unangenehme Perlustrierung zur Folge haben. Auch hier gilt die Empfehlung, daß derartige Gerätschaften nur dann mitgenommen werden sollen, wenn sich der Reisende in ein Gebiet begibt, das extrem schlecht medizinisch versorgt ist. In Apotheken ist ein "Set" von Einmal-spritzen und -nadeln erhältlich. Der Beipacktext ist in allen Weltsprachen abgefaßt und soll vor Schwierigkeiten beim Zoll schützen.

Wir wünschen einen angenehmen und erholsamen Aufenthalt in den Tropen!

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