Zikafieber

Erreger und globale Bedeutung:
Das Zikafieber wird durch die Infektion mit dem Zika Virus verursacht. Dieses Virus ist ein Vetter unseres FSME (“Zecken“)-Virus, wird aber nicht durch Zecken, sondern die Gelbfiebermücke Aedes aegypti übertragen.Der Erreger ist in Uganda 1947 bei einem Laboraffen entdeckt worden und hat in der Folge 60 Jahre lang als Krankheitserreger des Menschen eine klägliche Rolle gespielt (gerade mal 15 dokumentierte Fälle in Afrika und Südostasien). Erst 2007 ist es in Mikronesien zu einem Massenausbruch gekommen und 2015 zu einem Überschwappen nach Süd- und Mittelamerika mit Millionen von Erkrankungen, zigtausend von fötalen Missbildungen und tausenden Fällen mit neurologischen Komplikationen (Guillain-Barré-Syndrom).

Die Erkrankung:
Nur 20% der infizierten Personen entwickelt Symptome: insbesondere Hautausschlag und Fieber („Zikafieber“), Lymphnotenschwellungen, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung sowie seltener Muskel- und Kopfschmerzen und Erbrechen. Die Symptome klingen in der Regel bereits nach wenigen Tagen, spätestens nach einer Woche, ab.

Reisemedizinische Relevanz:
Die Infektion mit dem Zika-Virus während der gesamten Dauer der Schwangerschaft kann Fötale Missbildungen Frühgeburten und Totgeburten zur Folge haben.Diese Folgeerscheinungen sind infektionsbedingt, d.h. sie treten unabhängig davon auf, ob eine klinische Symptomatik vorhanden war oder nicht.

Es muss daher eine Reisewarnung für Schwangere in Zikavirus-Endemiegebiete ausgesprochen werden.

Paare mit Kinderwunsch sollten sich diesen nicht während des Aufenthalts in Zika-Endemiegebieten erfüllen und auch nicht innerhalb von 6 Monaten nach der Heimkehr. Es besteht allerdings die Möglichkeit unmittelbar nach Reiseende die Infektion nachzuweisen bzw. auszuschließen. So kann die Wartezeit von 6 Monaten entscheidend verkürzt werden.

Weitere Informationen des Gesundheitsministeriums findet man hier: https://www.bmgf.gv.at/home/zika

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